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Daggi´s Blog Depression The Brain

Meet the Brain

Verrücktes Huhn mit Talent zum Unsichtbarwerden und absoluter Situationskomik, Kämpferherz und von 1000 Minions begleitet, schüchtern, aber auch sehr stur 🙂

Es is Umzugstag. Das lustige Bettenroulette rollt und die Kugel springt uff Hauptgewinn. Och wen et zunächst nich so aussieht.

Zunächst bin ick in de Kinik einfach nur froh, mal wieda mehr Privatsphäre zu haben. Raus aus dem Überwachungsbereich und Viermannzimma – in den „Luxus“bereich der Station. Zweimann-Zimma. Wie geil is det denn. Endlich mal nich immer Radau, sondern etwas mehr Privatsphäre.

Der Schalk blitzt ihr aus dem Gesicht.

Claudia wirkt zunächst unscheinbar, doch beim Einräumen meiner Klamotten in den Schrank – merken wir schnell – da is ne ähnliche Energie da. Claudia hat Humor – sehr schwarz und so überraschend. So was liebe ick ja und ick steige voll druff in. Ick beginne sie ab dem Moment einfach gern zu haben und mich in see zu verlieben – wees der Geier warum. Aber det is ja och egal. Sie schenkt mir aber eines zurück – was ick lange nich mehr hatte – mein Lachen und die Lust uff Blödsinn.

Wozu mich diese Zimmernachbarin noch anstiften wird, warum ick plötzlich Amor spiele, what für Schandtaten ick plötzlich mache – davon mehr in einigen andern Blogs. Die durchaus sehr spannend und heita werden. Denn och in der Psychatrie is det Leben nich immer nur traurig, sondern sehr überraschend. Und vielen Dank an Cluadia – du hast mir mein Lachen wiedajeschenkt. Fühl dir geknutscht und umarmt meene Keule. Daggi

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Gastblog: Der Schreck „Chemotherapie“

Ich denke jeder von uns hat ein Bild im Kopf, wenn er das Wort „Chemotherapie“ hört.

Den meisten wird es da ähnlich gehen, wie mir früher:

Man denkt an abgemagerte, müde aussehende Leute, die kahlköpfig sind und denen es richtig dreckig geht.

Als ich zu meiner ersten „Sitzung“ in die onkologische Tagesklinik des Klinikums Rechts der Isar kam, hatte ich Angst.

Gefühl von Angst

Ich war ein zitterndes, heulendes Häufchen Elend.

Die Mitarbeiter dort, muss ich wirklich loben. Sie sind sehr einfühlsam und, weil damals kein hohes Patientenaufkommen war, hatten sie etwas mehr Zeit zur Verfügung.

Ich werde nie vergessen, wie Bernd, einer der Pfleger dort, dieses Mehr an Zeit genutzt hat, um sich zu mir zu setzen, meine Hand zu halten und einfach nur für mich da zu sein.

Einfach für mich da sein.

Seit damals sind Bernd und ich per du. Wir witzeln immer rum, hauen uns gern gegenseitig in die Pfanne und er nennt mich nur allzu gerne „Strickliesl“.

Bis auf die anfängliche Angst, verläuft meine Therapie auch sehr gut.

Bei diesen Sitzungen wartet man eigentlich nur ab, dass die Infusion in deinen Körper läuft.

Ich habe meine Haare nicht verloren, ich musste nicht ständig kotzen.

Ok, bei Kälte werden mir Finger und Zehen taub, ich kann nur mit Handschuhen ins Tiefkühlfach fassen. Gibt beim Einkaufen gern mal komische Blicke, is mir aber total egal.

Claudia