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Daggi´s Blog Küche

Daggi Kreativ: „Apfelmusmuffins“

Nun da ick ja nich nur immer über die Depression schreiben will, gibt et hier wie versprochen, det erste eigene Rezept zu den Apfelmusmuffins:

Zutaten:

350 g Apfelmuss oder Apfelkompott

100g Vollkornmehr

50g Honig

1/2 Teelöffel Backpulver

1 Ei

50 g griechischen Joghurt

1 kl. Apfel

1 Esslöffel Zimt

1 Esslöffel Rapsöl

3 Esslöffel Haferflocken

Zubereitung:

Vollkornmehl mit Apfelkompott und Honig mixen. Dann Backpullver unterheben. Ei und griechischen Joghurt hinzugeben. Einen kleinen Apfel würfeln und die Stücke hinzugeben. Mit Zimt würzen. Alles durchmischen.

In einer Pfanne ein Löffel Rapsöl geben und die 3 Esslöffel Haferflocken leicht braun anrösten. Mit Pfannenwender wenden, damit sie nicht anbrennen. Dann dem Teig hinzugeben. Anschliessend die Muffinform gut einfetten. Die Masse jeweils bis 3/4 der Form einfüllen.

Je nach Apfelsorte kann der Teig etwas nass sein. Dann etwas Mehl hinzugeben. Dann wird der Teig fester.

Das Ganze bei 180 Grad Umluft auf der 2 untersten Schiene ca. 25 Minuten abbacken. Kann auch länger dauern. Ab und an Gabelprobe machen, wie nass der Teig ist. Und auch die Kruste beobachten.

Der Teig reicht für 6 Muffins. Sonst die Menge einfach verdoppeln.

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Daggi´s Blog Depression

Ella in Talk

Gespräche mit meiner Depression Ella

Daggi: Hey Ella – bist wieder mal voll aktiv heute – oder?

Ella: Du vergisst mich ganz gern, wenn du wieder versuchst in den Alltag zu kommen. Ich fühle mich nicht gesehen. Deswegen musste ich mich massiv wieder bei dir melden!!

Daggi: Ich dachte, ich hätte es für dieses Mal wieder überstanden, aber die dunklen Gedanken sind ja volle Kanne wieder da. Meine Fresse. Dat is echt alles andere als lustig.

Ella: Meinst du ick bin dein Schosshund und warte lieb un nett, det kannst aber volle Kanne knicken. Ick bin düster, dunkel und kann dir voll ins Dunkle treiben, dann beherrsche ick dir und deene Gedanken.

Daggi: Ja det habe ick wieder mächtig gespürt, die letzten Tage. Besonders bei de Frage – wozu ick überhaupt nutze bin. Wenn gefühlt allet den Bach runter geht – Klimaerwärmung, Corona, nix passiert dat die Menschen uff die Natur achten. Dat tut mir innerlich weh. Ick mach ja och zu wenig für die Natur. Bin nicht gut genug, weit genug. Fühle mich sehr mit ihr verbunden. Hab vielleicht och Heimweh nach Buschow… Seufz. Die olle Hitze macht mit feritg und ick sitz sinnlos zu Hause rum und red mit meiner Depression. Tolle Wolle.

Ella: Hast schon wieda Weltuntergangsstimmung?

Daggi: Na is doch wahr. Ick versuch schon nur noch öffentlich zu fahren, koofe meest Scondhand oder what gescheitet, bin jahrelang mit nen Erdgasauto gefahren, doch wenn ick den janzen Plastikmüll sehe, denn die Menschen in de Natur schmeissen, denn tut mir det weh..

Ella: Erzähl mal mehr davon… What de Anfang des Jahres entdeckt hast, weswegen de keene Lust mehr groß uff Shopping hast..

Daggi: Ok – wenn de meenst. Ick habe mir überlegt, wenn so nen Produkt billig in China oder anderen Entwicklungsländern unter billigen Bedingungen produziert wird, denn wird det nach Deutschland geschafft uff dem Weg mit nen Fliega oder per Schiff um den halben Erdball. Denn hier z.B. bei Amazon verkloppt und du koofst den Quatsch. Da die Ware vielleicht Mist is, schickste det zurück oder schmeisst det weg. Denn kommen die von Amazon und hauen det in den Müll, denn det is billiger als det wieder zu verkoofen oder reparieren. Der wird denn wieda irgendwo hin verschifft und landet dort uff Müll, vielleicht in Afrika in ner Savanne oder im Meer. Denn frisst det zum Beispiel der Fisch, der denn uff meenem Teller landet. Den fress ick denn. What für nen Wahnsinn. Da soll man nich depressiv werden.

Ella: Hör uff, det is ja der blanke Wahnsinn. Da kann man ja echt mit nem Kopf jegen die Wand loofen.

Daggi: Ja und wie soll man det aushalten, wenn de det mal verstanden hast, Ella. Det is voll Scheisse.

Ella: Ja da geb ick dir recht. Aber det waren jetzt nich die letzten Tage deene Gedanken.

Daggi: Nee – ick habe mir einfach gefragt wozu ick überhaupt nutze bin. Uff dieser bekloppten Welt. Lebe ja selbst nich mal plastikfrei. Muss mir och an die eigene Nase fassen. Warum sind de Leute alle so bequem. Schliess mir ja da nich aus…

Ella: Man man und what willste jetzt machen?

Daggi: Mit dir reden und dir zutexten? Vielleicht uffklären. Doch welche Kraft hab ick alleene? Meenste det war der Ruf von Mutta Erde vor 3 Jahren, dat se meine Hilf brauch? Bin ick da nich zu spät dran? Ach Mensch Ella. Ick brauch mal nen Arschtritt und jemand der mit mir mitmacht.

Ella: Ja Ja stattdessen malst de Dödelbilder inne Klinik – inspiriert von the Brain.

Daggi: Ella – man eye musste denn alles verraten?

Ella: Kichert und verschwindet.

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Daggi´s Blog Depression Spiritualität

Rückfall oder Neubeginn

Ella ist wieder mit voller Wucht da.

Seit dem wir aus dem Havelland zurück sind, schleudere ich wieder hin und her. Am Montag bin ich platt. Schlafe fast den ganzen Tag und bin einfach nur fertig mit der Welt.

Am Dienstag ermüden mich die Anträge und der ganze Schreibkram mit den Behörden. Du kommst dir vor wie ein Bittsteller, obwohl dir das ganze zusteht. Ich habe mein Leben lang gearbeitet und in diese staatlichen Versicherungen eingezahlt. Doch keiner weiss, was er macht und man wird nur hingehalten und durchgewinkt. So mein Gefühl.

Dann sind plötzlich wieder diese schwarzen Gedanken da, wozu das Ganze? Bin ich es überhaupt wert? Was soll ich hier auf dieser Welt? Ich will nicht mehr, will einfach nur noch weg? Nicht mehr leben.

Diese Gedanken sind sehr massiv. Mitten in der S-Bahn – ich melde mich bei Heiko – habe es ja versprochen. Doch ich belaste ihn auch damit. Das spüre ich. Dieses Hin- und Her macht auch ihn kirre. Ich gehe zur Beruhigung in den Gerstecker. Einfach den Geruch von Papier und Kunst, stille Musik – das entspannt meine Nerven. Doch dies ist nur von kurzer Dauer.

Bereits am Abend merke ich wieder meine absolute Müdigkeit und ich führe dass immer noch auf mein Medikament zurück, sind wieder diese absolut dunklen Gedanken da – diese Wand aus Dunkelheit und zum ersten Mal mache ich etwas, dass ich sonst nur im Achtsamkeitstraining mache. Ich lege mich aufs Bett und begrüsse diese Dunkelheit – lasse sie einfach nur da sein. Umarme sie. Frage sie was sie mir mitteilen will. Und ich lasse ihr den Raum – einfach nur da zu sein.

Und etwas unglaubliches passiert, sie lösst sich auf. In mir ist plötzlich tiefer Frieden und ich bin glücklich. Als ich dann die Wäsche aufhänge, sitzt eine Amsel auf der Wäscheleine und es scheint als blicke sie mich an. „Siehste schaffst du doch“, scheint sie zu sagen und ich bin glücklich. Ich habe Ella einfach da sein lassen und sie umarmt, und es ist gut so wie es ist.

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Daggi´s Blog Depression Mutter Erde Spiritualität

Der Ruf

Wenn du meinst du bist verrückt und dann erst wirklich erwachst.

Heute Morgen nach zwei Tagen voller Zweifel und Müdigkeit will ich heute über etwas sehr persönliches schreiben. Etwas dass ich bisher so mit nur sehr wenigen Personen geteilt habe. Warum? Nun ja, weil ich es nicht wirklich wahr haben wollte.

Es geht um eine Zeit jeweils nach meinen Depressionen, in denen Ereignisse auftraten, die ich mir so nicht erklären konnte. Doch vielleicht muss man auch nicht immer alles zerreden.

Doch zurück zum Anfang. Schon immer hatte ich das Gefühl dass ich anders bin. Zurückhaltender, sensibler – dass mehr in mir steckt, wusste ich damals noch nicht. Aber bereits in meiner Jugend gab es eine große Liebe – nicht zu einer bestimmten Person – nein es war die tiefe Verbundenheit und Liebe zu meinem Land – dem Märkischen Luch – mein Havelland.

Sehnsuchtsort – Havelland

Wann immer ich durch die Wälder und Wiesen streifte, barfuss, mit dem Fahrrad oder meiner Mädelsgang – ich war glücklich.

Als ich dann unglücklich aus Berlin von einem gescheiterten BWL-Studium und einer toxischen Beziehung meine erste Depression bekam, kehrte ich nach Hause zurück. Dort sprach ich nicht viel mit niemandem, doch ich war im Garten und unterwegs. Und mein Land heilte mich.

Von dort ging es dann hinaus in die bayrische Unbekannte – einen neuen Job ein neues Leben anfangen, doch meine Heimat der blieb ich im Herzen sehr sehr lange verbunden. Es dauerte bis zu 5 Jahren ehe ich sie „vergessen“ konnte.

Die Morgennebel, diese Weite und die Natur.

Im Herzen war dieser Ort immer in mir. Doch wie es im Leben läuft, kommen Mann, Kinder, Arbeit, Hausbau und auch die nächsten Krankheitsschübe – ausgelöst durch Überarbeitung, Geburt oder aus welchem Grund auch immer. Mein Lachen, meine Fröhlichkeit und meine Ideen wurden immer seltener. Ich fühlte mich immer mehr im Hamsterrad, getrieben.

Nach meiner ersten großen Depression vor 10 Jahren, bei der ich in der Klinik war, fiel mir plötzlich eine Anzeige in die Hände. Schamanische Ausbildung – ich fühlte mich wie magisch angezogen. Doch ich dachte zu teuer. Und der Moment der Magie brach. Doch in dieser Zeit entdeckte ich die Fotografie – mein Sprachrohr, meine Ausdrucksmittel – um mich zu zeigen. Meine Sicht der Dinge zu erklären.

Dann gab es noch einige Male solchezarten Rufe, doch ich verstand diese nicht wirklich. Vor 3 Jahren es war im Jahr 2018 im Allgäu – März kalter Wind, Schnee so hoch das Auge reichte und ich auf einer Mutterkur hatte Zeit für mich – auszuruhen, zu entspannen. Maratonwandern mit den Mädels, Sauna, Kneipgüsse, doch auch viel unterwegs mit mir allein und dachte über mich und mein Leben nach.

Da spürte ich diesen Ruf in mir.

Da war plötzlich als ich so über das Land schaute, dieser Ruf in mir. Einfach so – ganz ruhig: Keine Vision -nur diese Worte: “ Dagmar ich brauche dich.“ Und dieser Ruf kam von Mutter Erde. Direkt unter meinen Füßen, stark und kraftvoll. Weder war ich betrunken noch hatte ich Drogen genommen. Mehr nicht…

Ich verstand diesen Ruf nicht, wusste nichts damit anzufangen – konnte mir keinen Reim darauf machen. Wenn ich es jemand erzählte, würde ich doch für bekloppt gehalten werden.

Heute Morgen und nach dem Besuch letzte Woche im Havelland weiss ich warum dieser Ruf erfolgte, doch davon mehr in einer anderen Geschichte. Heute wünsche ich euch einen guten Tag und achtet auf unsere Mutter Erde.

Sonst wird sie sich säubern, wie sie es bereits schon oft genug tut – wenn man respektlos mit ihr umgeht. Dagmar

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Daggi´s Blog Depression The Brain

Meet the Brain

Verrücktes Huhn mit Talent zum Unsichtbarwerden und absoluter Situationskomik, Kämpferherz und von 1000 Minions begleitet, schüchtern, aber auch sehr stur 🙂

Es is Umzugstag. Das lustige Bettenroulette rollt und die Kugel springt uff Hauptgewinn. Och wen et zunächst nich so aussieht.

Zunächst bin ick in de Kinik einfach nur froh, mal wieda mehr Privatsphäre zu haben. Raus aus dem Überwachungsbereich und Viermannzimma – in den „Luxus“bereich der Station. Zweimann-Zimma. Wie geil is det denn. Endlich mal nich immer Radau, sondern etwas mehr Privatsphäre.

Der Schalk blitzt ihr aus dem Gesicht.

Claudia wirkt zunächst unscheinbar, doch beim Einräumen meiner Klamotten in den Schrank – merken wir schnell – da is ne ähnliche Energie da. Claudia hat Humor – sehr schwarz und so überraschend. So was liebe ick ja und ick steige voll druff in. Ick beginne sie ab dem Moment einfach gern zu haben und mich in see zu verlieben – wees der Geier warum. Aber det is ja och egal. Sie schenkt mir aber eines zurück – was ick lange nich mehr hatte – mein Lachen und die Lust uff Blödsinn.

Wozu mich diese Zimmernachbarin noch anstiften wird, warum ick plötzlich Amor spiele, what für Schandtaten ick plötzlich mache – davon mehr in einigen andern Blogs. Die durchaus sehr spannend und heita werden. Denn och in der Psychatrie is det Leben nich immer nur traurig, sondern sehr überraschend. Und vielen Dank an Cluadia – du hast mir mein Lachen wiedajeschenkt. Fühl dir geknutscht und umarmt meene Keule. Daggi

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Daggi´s Blog Depression

Wozu?

Schlaflos

Dieser Tag is wieda sehr herausfordernd für mir. Gleichzeitig wie ein Dejavue. Und man fragt sich wieda, ist dat aufstehen noch sinnvoll? Wozu mach ick den ganzen Quark hier übahaupt? Und jeda Plan – und jede Hoffnung, die ick mir im Koppe mache – knickt wie een Kartenhaus in diesem Moment in mir zusammen.

Wieso? Wenn ick die Bilder von den Naturkatastrophen im Rheinland sehe, die Verzweiflung der Bürgameisterin im Interview spüre und denn die nichtssagenden Phrasen von irgenwelche Politiker höre, denn könnt ick nur kotzen, wenn ick höre dat ne 94 jährige Rentnerin nach Jugendstrafrecht für Verbrechen in der Nazizeit angeklagt wird, wenn ick nen Anruf von ner Freundin aus der Klinik bekomme und denn die Nachricht höre, dass se bei ihr wieda nur die Medikamente wechseln, statt sie in ihren Ursachen zu behandeln, denn könnt ick heulen. Wenn ick die Verzweiflung und die Verlusten der Menschen bei den schlagartigen Übaschwemmungen sehe und an den Tsunami damals ins Sri Lanka denken muss, der die Geschichte meiner Family und meiner Schwesta so srark änderte, weil och sie durch so eine Flutwelle nur knapp überlebte…

Dann könnt ick nur heulen und meene schwarzen Gedanken loslassen. Dann frag ick mir wieda, warum bin ick denn eigentlich noch da? What kann ick denn tun, um zu helfen? Da zu sein mit meene Fähigkeiten? Und spüre dann mich wieda so sinnlos in dem Moment. Dann stell ick meen Leben wieda so in Frage. Ick wees det soll ick nich, doch denn kann ick nich anders, verfluche meene Hochsensibilität und mein ick denke alles im Gesamtbild-Denken. Denn bin ick wieda einfach nur müde, von det Geschwätz der Politiker und die Bilder der Nachrichten. Doch ick beschliess dran zu bleiben und einfach eene Stimme zu sein. Eene Stimme die für die Menschen, der Katastrophe betet – und sich wünscht, dat wir alle erkennen – dat genau jetzt Zeit is zu handeln. Unsere eigenen Gewohnheiten und Bequemlichkeiten zu hinterfragen und unsere Beziehung zur Natur zu ändern. Ihr wieda den Respekt zu zollen, der ihr gebürt. Und nich den Raubbau zu betreiben, wie bisher. Et liegt an jedem selbst sich an die eigene Nase zu fassen und what zu tun. Ick werd et versuchen, och wenn det vielleicht momentan sinnlos scheint, aber irgend nen Sinn muss ja da sein – sonst dreh ick hier noch völlig hohl und daruf hab ick echt keene Lust mehr. So schön is nen psychatrtischet Krankenhaus occh nich…

Ick sitze wohl grad wieda in nen schwarzet kleenet Downloch und muss erstma wieda Luft holen. Zumindest hat ma det Schreiben geholfen, aus meen schwarzet Loch wieda rauszukommen. In diesem Sinne hat det Bloggen vielleicht seine Funktion erfüllt und bessa geholfen als det Antidepressiva. Ick wünsch euch eene gute Nacht und bete für die Opfa det Hochwassas und die verzweifelten Menschen. Vielleicht kann ick ja och what tun. Det muss ick aml sehen. Daggi

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Sozialstaat?

Als wenn mich Ella nicht schon genug ärgert, bekommt man immer noch eens oben druff. Inner Klinik haben see mir empfohlen, mach ne Wiedereingliederung ins Arbeitsleben über die Rentenversicherung.

Gedanken kreisen dunkel wie Raben, die mich foltern.

Hast ja lange genug gearbeitet. Det is ja keen Problem.

Ok der Antrag is gestellt. Alles ingereicht. Toll. Fällt mir eh schon schwer den ganzen Scheiss zu beantragen. Kopien über Kopien, Formulare über Formulare.

Mein Krankengeld wegen der Depression is ausgelofen. Wo krieg ick jetzt meine Kohle her? Nun es gibt 6 Monate Überbrückungsgeld nach Sozialgeseetzbuch, damit ick weiter Geld beziehen kann. Um dann meine Wiedereingliederung zu machen.

Jetzt schmeissen dir die Behörden aber wieder Steine zwischen die Füße. Die Rentenversicherung schickt dir nen Bogen, dat du zur medizinischen Reha sollst und der medizinische Dienst der Arbeitsagentur is der Meinung, dat du wieder arbeiten kannst. Det muss nix gezahlt werden.

Det du ja dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehst. Die Schweineprista. Ohne dass se mal mit dir gesprochen haben oder dir gesehen haben. Keene hat getestet, ob ick wirklich wieda arbeiten kann. Nur uff Grund von de Aktenlage. 3 rezivierende Depression und Suizidversuche sind ja nich ausreichend. Kannst ja arbeiten. Echt irgendwie kommste dir da doch leicht verarscht vor. Als wenn de nich eh schon genug mit der Scheisskrankheit und Scheidung zu kämpfen hast.

Allerdings is die Dame von der Arbeitsagentur sehr nett und teilt mir mit, datt ick noch mal die ganzen Unterlagen einreichen soll, die ick noch habe.

Tolle Wolle. Na ick werd euch informieren, wie die Posse weitergeht mit unserem Sozialstaat und meena Ella. Uff jeden Fall musste wohl kämpfen, um denen kräftig in Arsch zu treten. *Seufz*

Na wir werden sehen. Euch nen schönen Tag und nich de Rübe hängen lassen. Daggi

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Daggi´s Blog Depression

Ella nervt

Ich merke Nacht für Nacht immer wieder meine Schlaflücken, meine Grübeleien. Ella ist also nach wie vor sehr aktiv. Direkte Kommunikation ist momentan nicht möglich. Doch sie ist da. Arbeitet mit mir, in mir – erinnert mich an ihr Dasein.

Es gibt tagsüber den Wunsch oder auch des Nachts, dass sie nicht da sei. Das einfach alles in Ordnung ist. Doch sie gibt keine Ruhe – bohrt und arbeitet in mir. Diese Schuldgefühle und Gedanken sind oft sehr präsent. Lieblingssätze wie „Ich bin müde.“ „Ich kann nicht mehr.“ „Ich habe versagt. „Das wird nie was.“ sind wunderbare Gedanken, die immer wieder auftauchen. Schuldgefühle: „Ich habe meine Kinder im Stich gelassen.“

Am meisten fehlt mir das Lachen meiner kleinen Tochter. Die Kreativität meines Sohnes. Der Wiederspruch meiner großen Tochter. Habe ich zu früh als Mutter aufgegeben? Habe ich durch mein Handeln alles zerstört, was ich mir aufgebaut habe? War es die richtige Lösung alles hinter mir zu lassen? Ich liebe meine Kinder, doch bin ich eine gute Mutter?

Du merkst, meine Depression hat noch mehr Ursachen, als ich hier schreibe, doch will ich meine Kinder hier nicht mit reinziehen. Deswegen keine Namensnennung, keine Schilderung der Vorgeschichte.

Gedanken und meine Sicht auf die Welt.

Aber merkst du wo meine Peiniger sitzen? In meinem Kopf. Darin bin ich sehr gut – oder? Mein eigener Kerkermeister zu sein.

Was dagegen hilft? Nun dieser Frage werde ich mich in den nächsten Blogs widmen und mehr Input über die „Krankheit“ liefern.

Nach meiner Meinung greift die Schulmedizin, da einfach zu kurz. Oftmals können dir da selbst Betroffene viel besser Auskunft geben, woran es denn liegen kann. Wenn du Lust hast, folge mir in den nächsten Blogartikeln und ich werde dir meine Sicht auf Ella schildern.

Heute wünsche ich dir einfach einen tollen Tag. Geniesse den Sonnenaufgang und die Wunder des Tages. Daggi

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Daggi´s Blog Depression

Neue Fähigkeiten oder alles nur Einbildung?

Was ist nur los?

Da sind sie wieder diese Zweifel, die Müdigkeit. Seit Weihnachten und besonders seit meinem Suizidversuch spüre ich das Fähigkeiten erwacht sind. Gleichzeitig fange ich stark zu zweifeln an und grübele. Stelle mich immer wieder in Frage. Diese Frage lässt mir momentan keine Ruhe.

Es sind Erlebnisse, die ich bisher so niemandem anvertraut habe oder nur sehr wenigen Menschen. Doch wirklich befriedigende und für mich klare Antworten erhalte ich nicht. Denn ich kann mir diese „Fähigkeiten“ nicht erklären oder die Leute, die mir diese Dinge erklären könnten, velangen für mich unerschwinglich teure Kursgebühren oder schreiben mir, ich schwinge nicht auf einer Wellenlänge.

Ich zweifel oft selbst an meinen „Fähigkeiten“ und dem was ich erlebt habe. Ich wünsche mir einfach Antworten.

Seit Weihnachten fühle ich mich stark vom Thema Spiritualität, Schamanismus und besonderen Fähigkeiten angezogen. Es ist, als ob ich erwache. Ich fange an Energien und Heilung zu senden, Hände aufzulegen, mich mit Gebeten und Wünschen zu beschäftigen, sende Gefühle oder telepathische Nachrichten. Gleichzeitig ist es oft, als ob mein in meinem Gehirn etwas aktiv geworden ist. Es fühlt sich an wie mein Kronenchakra, gewisse Seiten des Gehirns melden sich fühlbar, wenn ich mir etwas wünsche oder nachdenke, wenn mich Energien erreichen.

Doch wie damit umgehen? Bisher habe ich alles nur per Selbstversuch rausgefunden. Energien senden funktioniert nur bei Personen, die offen dafür sind. Ebenso Nachrichten oder Botschaften nur bei Menschen, die dies zulassen.

Genauso schwingt noch eine alte Geschichte in meinen Knochen. Ein Ruf der mich mehrmals erreicht hat. Es war ein Ruf von Mutter Erde, dass sie meine Hilfe braucht. Doch wobei – wie soll ich all diese neuen Fähigkeiten einsetzen? Wofür? Ich habe keinen Lehrer, der mir diese Fragen beantwortet? Zweifle einfach oft an mir selbst. Versteckt sich das hinter meiner Depression? War das der Grund, warum ich sie bekam?

Bin ich erwacht? Mein momentaner Freund meint er empfange die Botschaften und fühle die Energien. Wieso ist dann immer dieses Gefühl ich solle weiter gehen und erkennen? Ich habe schon genug Schlamasel mit Scheidung und Trennung am Hals. Ich bin ja gern bereit diesem Ruf zu folgen, doch wo liegt die Antwort? Ich spüre hier im Havelland die Ruhe und Stille, als sei ich wieder da wohin ich gehöre. Und gleichzeitig scheint ein sehr wichtiges Puzzlestück zu fehlen. Ich ziehe mich zurück, doch es ist als fehle mir eine wichtige Info.

Ich bin absolut müde darüber, immer wieder danach zu suchen und doch lässt es mir keine Ruhe. Manchmal bin ich einfach ratlos und wünsche mir einfach mal ne ganz klare Ansage, die ich verstehe. Also Universum red mal ganz deutlich Klartext. Daggi

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Daggi´s Blog Depression

Auswege aus der Depression

Was sind Auswege? Ausweg ist der Wunsch etwas wegzubekommen. Doch gerade in einer Depression – ist es wichtig hineinzugehen und genau hinzuhören, hinzufühlen, hinzuspüren und für den Moment zu akzeptieren. So finde ich die Kraft einzutauchen und mich zu entdecken.

Ich werde zum Beobachter meiner Selbst und entdecke meine negativen Gedanken, Glaubenssätze und Zweifel. Da sind solche Gedankenfetzen wie – „Ich kann den Blog so nicht schreiben.“ „Das interessiert doch keinen.“ „Warum schreib ich das überhaupt.“ „Das hat doch eh keinen Zweck.“ „Wie kann dieser Blog denn irgendwas ändern und anderen helfen?“.

Manchmal entdeckt man neue Wege erst beim genauen Hinsehen.

Erkennst du meine Gedankenfalle? Hier sind negative Gedankenmuster am Werk. Gedankenbremser – nenne ich diese kleinen aufploppenden Blasen in meinem Hirn. Und weisst du, noch was ich rausgefunden habe? Ich bin Weltmeister in solchen Gedanken. Alles was ich angehen will, bereits vorab zu zerdenken, zerzweifeln. So killt mein innerer Kritiker jede Aktion bevor ich sie ausprobiere – um mich vor Enttäuschungen zu bewahren. Und genau damit klaut er mir die Möglichkeit zu lernen und zu wachsen. Das ist doch echt ein grosses Arschloch – oder?

Je nachdem wie du etwas siehst, kann es eine Geschenk oder ein Fluch sein.

So heisst dass für mich als Therapie eben dranbleiben und weitermachen. Diesem großen schwarzen Anteil in mir das Gegenteil zu beweisen. Es ist natürlich bequemer sich zurückzulehnen und nichts zu tun. Doch damit werde ich nichts ändern.

Wenn ich in Zukunft nicht mehr ganz so tief in ein Loch fallen will, muss ich an mir arbeiten, um meine Gedankenstrukturen zu ändern. Nur so kann ich anders reagieren und neu meine Verbindungen im Gehirn schaffen. Das ist eine präventive Maßnahme, um mich selbst zukünftig zu schützen.

Nur glaube mir, dass ist alles andere als einfach. Denn diese kleine Dinger names Gedanken sind echt flink im gedacht sein. Das ist wie mit meiner Sucht nach Süßem und Schokolade, wenn ich aufgeregt bin. Gewohnheiten eben.

Gleiches Verhalten ist wie Fahren auf der Autobahn. Neues Verhalten wie eine Abenteuerreise in einem unbekannten Land.

Gewohnheiten sind dass, was es unserem Gehirn leicht macht durch den Tag zu kommen und Energie zu sparen. Neue Dinge brauchen eine Weile, bis sie zu einer Gewohnheit werden. Doch ist es nie zu spät damit anzufangen. Diziplin heisst hier das Zauberwort. *Seufz*

So darf ich jetzt weiter üben Diziplin in meinen Gedanken zu üben. Dir wünsche ich einen tollen Tag. Viele Grüße Dagmar