Heute geht es in die jüngere deutsche Geschichte – zur Reise in die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Mit Bus, S-Bahn und ab Alex mit der Tram fahren wir nach Hohenschönhausen. Hier machen wir im hausinternen Cafe zunächst Mittagspause bei einer Bockwurst und warten auf unsere Führung. Am Anfang denken wir , dass wir noch alleine sind. Doch ziemlich schnell füllt sich due Cafeteria und wir sind eine ganz ansehnliche Truppe als wir endlich starten. Zunächst schauen wir eine Viertelstunde einen Film über die Gedenkstätte bevor wir auf unsere Führerin durch das Gelände treffen. Sie erzählt uns, dass sie selbst hier 1983 als Insassin die Haftanstalt erlebt hat. Als sie einen Besuch in Prag machte, wurde sie von den dortigen Sicherheitsbehörden verhaftet. Der Verräter war ein Freund und Grafiker, der inoffizieller Mitarbeiter der Stasi war. Eindrucksvoll und hautnah schildert sie uns ihre Geschichte und den Verlauf ihres Aufenthaltes hier. Bedrückend wirken die engen Zellen und Katakomben heute noch. Statt eines Einkaufszentrums sprachen sich Gefangene und Historiker für einen Erhalt als Gedänkstätte aus. Heute wird dort Jugendlichen und Erwachsenen gezeigt, wie das Leben damals so aussah.
Überall stossen wir auf interessierte Klassen, die in anderen Spachen eine Führung erhalten. Die Gruppen müssen sich gegenseitig bei den Führungen abstimmen, um sich nicht auf die Füße zu treten. Ein Freund aus dem Westen war der Grund für die Pläne zur Republikflucht. Bis zum Pabst Johannes Paul II ging er, um für die Freigabe seiner Freundin zu kämpfen. Nach zwei einhalb Jahren kam sie schließlich frei und wurde in den Westen entlassen, schildert uns unsere Führerin. Wir druchstreifen die Katakomben, werfen einen Blick in die Gefängniszellen und versuchen nachzuvollziehen, wie das Leben damals hier war.
Ich finde es wichtig, dass auch diese Gedenkstätte erhalten bleibt. Ein Besuch ist es wert.
Hier einige Impressionen:


Damit endet diese kleine Reise durch Berlin und seine vielen Impressionen. Lasst euch inspirieren und viel Freude wünscht euch eure Dagmar