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Daggi´s Blog Depression Tantra

Wie ich Gott fand

Ich möchte mit dir heute etwas sehr Privates teilen. Diese Depression, so deutete ich ja bereits in einigen der letzten Blogs an, ist anders als die vorherigen Erkrankungen.

Dieses Mal ist es für mich selbst auch eine spirituelle Reise – eine Reise zu mir selbst. Mein Leben hat sich in den letzten zwei Jahren komplett auf den Kopf gestellt.

So war es in der Depression vor zwei Jahren auf meine Frage: Was denn mein Leben noch lebenswert macht? Eine Antwort: Die Berührung und der Austausch einer Tantra Massage.

Für mich, der ich zu diesem Zeitpunkt ein Mensch war, der sich sehr im Kopf befindet, war diese Tantra Massage bei diesem Tantra Masseur – wie ein spirituelles Erwachen und wie ein Fingerzeig.

Es fühlte sich einfach so wunderbar an, dieses Ritual – bei dem der Mann, die männliche Gottheit und auch sich selbst repräsentiert und ich – in diesem Fall, die weibliche Gottheit und auch sich selbst.

Eine Erfahrung des Loslassens und Wünschen, des Alles kann nichts Muss, einfach des Seins im Augenblick, das tiefe Spüren der Energien – und des im Moment -Verbunden – Seins mit allem. Hier stand nicht der sexuelle Akt im Vordergrund, sondern einfach nur das Fühlen, das Wünschen.

Als Frau, war ich das gar nicht gewöhnt – diese Verehrung, dieses Wünsche äußern, ohne auf den Partner Rücksicht zu nehmen. Diese Erfahrung hat mich stark verändert. Es war ein Gefühl von nach Hause kommen, von Gleichberechtigung und von Befreiung und Göttlichkeit in diesem Moment.

Seitdem zieht es mich zum Tantra hin und der Wunsch mehr zu erleben und in diesem Sein aufzugehen. Es ist nicht das typische Bild, das wir in der Glaubenslehre von Gott haben, doch es fühlt sich richtig an. So wie Schwarz und Weiss sich ergänzen, so existieren weibliche und männliche Energien gleichermaßen und ergeben ein Ganzes. Alles ist mit allem.

Das war meine erste wirkliche Berührung mit dem Göttlichen. Was ich nicht wusste, dass noch weitere ganz andere Erfahrungen folgen würden. Doch dazu mehr in einem anderem Blog.

Viele Grüße Dagmar