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Therapien gegen Depressionen

1. Teil Berührungen

Och hier startet jetz ne neue Serie. Im Selbstversuch habe ich einige Therapieformen durchlaufen. Nicht alle sind immer sehr ernst gemeint. Sondern können och mal mit nem Augenzwinkern gesehen werden. Manche sehe ich abba och als sehr effektiv an. Doch dazu mehr in den einzelnen Beiträgen.

Heute geht es um das Thema Berührungen.

Berührungen sind für mich elementar. Und diese Gesellschaft ist mittlerweile sehr berührungsarm geworden. Immer mehr Singlehaushalte, Strukturen zerbrechen.

Berührungen sind elementar

Wie viele Menschen leiden an Einsamkeit, mangelnder Berührung.

Allein wenn ich die letzten Wochen sehe, wie viele ehemalige Sexualpartner oder Männer sich bei mir wieder melden. *Seufz* Ich bin wohl doch ein ziemliches Früchtchen.

Doch zurück zum Thema Berührung. Unsere Haut – ist unser größtes Sinnesorgan. Berührt und gehalten zu werden- Geborgenheit zu empfinden ist ein Grundbedürfnis.

Heute beschränken sich doch im Alltag die Berührungen oft nur auf das Tippen der Computertastatur oder das Streicheln des Smartphones. Wie traurig. Statt in den Arm genommen und einfach auch nur mal berührt zu werden gehen wir vielleicht an Einsamkeit zu Grunde.

Wohl genau deswegen, bekam ich eine wunderschöne achtsame Tantramassage auf die Frage: Was das Leben lebenswert macht. Das war eine Antwort davon. Diese achtsame Begegnung über 3 Stunden, in denen ich beim „Königinnenritual“ vom Masseur sehr achtsam verehrt wurde. Das hatte etwas so heilsames für mich. Ich kam völlig aus meiner Depression und das Universum machte mir ein solch schönes Geschenk. Mann und Frau auf gleicher Ebene als Gott und Göttin und gleichzeitig sich darstellend. Das hatte so etwas berührendes. Es ging nicht um die Lust, sondern einfach nur um das Sein. Die Erfahrung wünschen zu dürfen, gehalten zu werden, den Herzschlag des anderen wie im Mutterleib zu spüren, dieses tiefe Gefühl von Geborgenheit. Besser als jedes Antidepressiva.

Ohne Übergriffigkeit ohne Zwang etwas Müssen zu Müssen oder Erwartungen zu erfüllen. Wie wunderbar. Dafür möchte ich einfach nochmal Danke sagen. Derjenige der gemeint ist, weiss es.

Er ist ein großartiger Masseur und wenn ich ihn ab und an besuche, ist jeder Besuch eine Bereicherung. Vielleicht weil er auch ähnlich tickt wie ich. … *lach*

Mittlerweile gibt es sogar Ausbildungen zum Kuscheltherapeuten mit Kleidung. In der achtsam berührt wird. Ohne das gewisse Zonen dazu berührt werden. Wenn du bei jemand in den Armen liegst, kann dein ganzes panisches oder depressive System runterfahren, wenn du das zulassen kannst.

Was für eine schöne Erfahrung. Für mich ist das eine Möglichkeit Ella zu entkommen, weil ich aus dem Kopf in den Körper gehe. In diesem Sinne bis zum nächsten Mal. Daggi

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Rückfall oder Neubeginn

Ella ist wieder mit voller Wucht da.

Seit dem wir aus dem Havelland zurück sind, schleudere ich wieder hin und her. Am Montag bin ich platt. Schlafe fast den ganzen Tag und bin einfach nur fertig mit der Welt.

Am Dienstag ermüden mich die Anträge und der ganze Schreibkram mit den Behörden. Du kommst dir vor wie ein Bittsteller, obwohl dir das ganze zusteht. Ich habe mein Leben lang gearbeitet und in diese staatlichen Versicherungen eingezahlt. Doch keiner weiss, was er macht und man wird nur hingehalten und durchgewinkt. So mein Gefühl.

Dann sind plötzlich wieder diese schwarzen Gedanken da, wozu das Ganze? Bin ich es überhaupt wert? Was soll ich hier auf dieser Welt? Ich will nicht mehr, will einfach nur noch weg? Nicht mehr leben.

Diese Gedanken sind sehr massiv. Mitten in der S-Bahn – ich melde mich bei Heiko – habe es ja versprochen. Doch ich belaste ihn auch damit. Das spüre ich. Dieses Hin- und Her macht auch ihn kirre. Ich gehe zur Beruhigung in den Gerstecker. Einfach den Geruch von Papier und Kunst, stille Musik – das entspannt meine Nerven. Doch dies ist nur von kurzer Dauer.

Bereits am Abend merke ich wieder meine absolute Müdigkeit und ich führe dass immer noch auf mein Medikament zurück, sind wieder diese absolut dunklen Gedanken da – diese Wand aus Dunkelheit und zum ersten Mal mache ich etwas, dass ich sonst nur im Achtsamkeitstraining mache. Ich lege mich aufs Bett und begrüsse diese Dunkelheit – lasse sie einfach nur da sein. Umarme sie. Frage sie was sie mir mitteilen will. Und ich lasse ihr den Raum – einfach nur da zu sein.

Und etwas unglaubliches passiert, sie lösst sich auf. In mir ist plötzlich tiefer Frieden und ich bin glücklich. Als ich dann die Wäsche aufhänge, sitzt eine Amsel auf der Wäscheleine und es scheint als blicke sie mich an. „Siehste schaffst du doch“, scheint sie zu sagen und ich bin glücklich. Ich habe Ella einfach da sein lassen und sie umarmt, und es ist gut so wie es ist.

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Neue Fähigkeiten oder alles nur Einbildung?

Was ist nur los?

Da sind sie wieder diese Zweifel, die Müdigkeit. Seit Weihnachten und besonders seit meinem Suizidversuch spüre ich das Fähigkeiten erwacht sind. Gleichzeitig fange ich stark zu zweifeln an und grübele. Stelle mich immer wieder in Frage. Diese Frage lässt mir momentan keine Ruhe.

Es sind Erlebnisse, die ich bisher so niemandem anvertraut habe oder nur sehr wenigen Menschen. Doch wirklich befriedigende und für mich klare Antworten erhalte ich nicht. Denn ich kann mir diese „Fähigkeiten“ nicht erklären oder die Leute, die mir diese Dinge erklären könnten, velangen für mich unerschwinglich teure Kursgebühren oder schreiben mir, ich schwinge nicht auf einer Wellenlänge.

Ich zweifel oft selbst an meinen „Fähigkeiten“ und dem was ich erlebt habe. Ich wünsche mir einfach Antworten.

Seit Weihnachten fühle ich mich stark vom Thema Spiritualität, Schamanismus und besonderen Fähigkeiten angezogen. Es ist, als ob ich erwache. Ich fange an Energien und Heilung zu senden, Hände aufzulegen, mich mit Gebeten und Wünschen zu beschäftigen, sende Gefühle oder telepathische Nachrichten. Gleichzeitig ist es oft, als ob mein in meinem Gehirn etwas aktiv geworden ist. Es fühlt sich an wie mein Kronenchakra, gewisse Seiten des Gehirns melden sich fühlbar, wenn ich mir etwas wünsche oder nachdenke, wenn mich Energien erreichen.

Doch wie damit umgehen? Bisher habe ich alles nur per Selbstversuch rausgefunden. Energien senden funktioniert nur bei Personen, die offen dafür sind. Ebenso Nachrichten oder Botschaften nur bei Menschen, die dies zulassen.

Genauso schwingt noch eine alte Geschichte in meinen Knochen. Ein Ruf der mich mehrmals erreicht hat. Es war ein Ruf von Mutter Erde, dass sie meine Hilfe braucht. Doch wobei – wie soll ich all diese neuen Fähigkeiten einsetzen? Wofür? Ich habe keinen Lehrer, der mir diese Fragen beantwortet? Zweifle einfach oft an mir selbst. Versteckt sich das hinter meiner Depression? War das der Grund, warum ich sie bekam?

Bin ich erwacht? Mein momentaner Freund meint er empfange die Botschaften und fühle die Energien. Wieso ist dann immer dieses Gefühl ich solle weiter gehen und erkennen? Ich habe schon genug Schlamasel mit Scheidung und Trennung am Hals. Ich bin ja gern bereit diesem Ruf zu folgen, doch wo liegt die Antwort? Ich spüre hier im Havelland die Ruhe und Stille, als sei ich wieder da wohin ich gehöre. Und gleichzeitig scheint ein sehr wichtiges Puzzlestück zu fehlen. Ich ziehe mich zurück, doch es ist als fehle mir eine wichtige Info.

Ich bin absolut müde darüber, immer wieder danach zu suchen und doch lässt es mir keine Ruhe. Manchmal bin ich einfach ratlos und wünsche mir einfach mal ne ganz klare Ansage, die ich verstehe. Also Universum red mal ganz deutlich Klartext. Daggi

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Auswege aus der Depression

Was sind Auswege? Ausweg ist der Wunsch etwas wegzubekommen. Doch gerade in einer Depression – ist es wichtig hineinzugehen und genau hinzuhören, hinzufühlen, hinzuspüren und für den Moment zu akzeptieren. So finde ich die Kraft einzutauchen und mich zu entdecken.

Ich werde zum Beobachter meiner Selbst und entdecke meine negativen Gedanken, Glaubenssätze und Zweifel. Da sind solche Gedankenfetzen wie – „Ich kann den Blog so nicht schreiben.“ „Das interessiert doch keinen.“ „Warum schreib ich das überhaupt.“ „Das hat doch eh keinen Zweck.“ „Wie kann dieser Blog denn irgendwas ändern und anderen helfen?“.

Manchmal entdeckt man neue Wege erst beim genauen Hinsehen.

Erkennst du meine Gedankenfalle? Hier sind negative Gedankenmuster am Werk. Gedankenbremser – nenne ich diese kleinen aufploppenden Blasen in meinem Hirn. Und weisst du, noch was ich rausgefunden habe? Ich bin Weltmeister in solchen Gedanken. Alles was ich angehen will, bereits vorab zu zerdenken, zerzweifeln. So killt mein innerer Kritiker jede Aktion bevor ich sie ausprobiere – um mich vor Enttäuschungen zu bewahren. Und genau damit klaut er mir die Möglichkeit zu lernen und zu wachsen. Das ist doch echt ein grosses Arschloch – oder?

Je nachdem wie du etwas siehst, kann es eine Geschenk oder ein Fluch sein.

So heisst dass für mich als Therapie eben dranbleiben und weitermachen. Diesem großen schwarzen Anteil in mir das Gegenteil zu beweisen. Es ist natürlich bequemer sich zurückzulehnen und nichts zu tun. Doch damit werde ich nichts ändern.

Wenn ich in Zukunft nicht mehr ganz so tief in ein Loch fallen will, muss ich an mir arbeiten, um meine Gedankenstrukturen zu ändern. Nur so kann ich anders reagieren und neu meine Verbindungen im Gehirn schaffen. Das ist eine präventive Maßnahme, um mich selbst zukünftig zu schützen.

Nur glaube mir, dass ist alles andere als einfach. Denn diese kleine Dinger names Gedanken sind echt flink im gedacht sein. Das ist wie mit meiner Sucht nach Süßem und Schokolade, wenn ich aufgeregt bin. Gewohnheiten eben.

Gleiches Verhalten ist wie Fahren auf der Autobahn. Neues Verhalten wie eine Abenteuerreise in einem unbekannten Land.

Gewohnheiten sind dass, was es unserem Gehirn leicht macht durch den Tag zu kommen und Energie zu sparen. Neue Dinge brauchen eine Weile, bis sie zu einer Gewohnheit werden. Doch ist es nie zu spät damit anzufangen. Diziplin heisst hier das Zauberwort. *Seufz*

So darf ich jetzt weiter üben Diziplin in meinen Gedanken zu üben. Dir wünsche ich einen tollen Tag. Viele Grüße Dagmar