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Das Geschenk einer Depression

Eine Depression enthält nicht nur die dunkle Seite. Wenn man genau hinschaut,birgt dieser Zustand auch ein Geschenk. Dafür braucht es aber Zeit und Mut genau hinzuschauen. Dieser Prozess ist für mich schmerzhaft. Es bedarf den genauen Hinschauens und des Mutes loszulassen.

Das Geschenk der Erkenntnis

Du fragst, was ich entdecke? Mich. Ich entdecke mein Inneres, was mich ausmacht – dass ich mich verstehe. Erkenne das meine Depression ein Wandlung ist – zu mir. Erkenne meine Stärken, meine Schwächen – mein Licht und meine Schatten. Akzeptiere diese Seiten und bin gnadenlos ehrlich zu mir selbst. Ich habe keine Lust mehr mich zu verstellen, zu verstecken – ich bin wie ich bin.

Wie oft habe ich in meinem Leben Rollen gespielt, die ich meinte spielen zu müssen – die mich belasten, die ich nicht wirklich bin, um anderen einen Gefallen zu tun oder eine bestimmte Vorstellung zu erfüllen.

Deine wahren Talente entdecken

Doch das war nicht ich – nicht das wirkliche Dagmar Ich. Die Depression schenkt mir die Gnade mich zu erkennen. Was ich dort sehe? Nun das kommt auf den Blickwinkel an. Es kann eine depressive 46 jährige Buchhalterin aus dem Havelland sein oder aber eine begeisterte Fotografin, die gern Menschen trifft und zuhört, Geschichten erzählt, kreativ ist, bastelt, neue Sachen ausprobiert, einen schwarzen Humor hat, gemeinsam schweigen kann, Berührungen und Tantra liebt, anfallende Probleme löst, die gern lustige Figuren malt, die gern unterwegs umher streift nach neuen Fotomotiven, die Ideen und Träume hat oder noch Begabungen, die erst jetzt an die Oberfläche kommen.

Wandlung zum Schmetterling

Eine Frau die eine sexy Stimme hat und Männer um den Verstand bringen kann. Eine Seele, die Schwingungen, Gefühle und Gedanken bei Menschen wahrnehmen kann, da sie hochsensibel ist. Der genau deswegen manches zu viel wird und schnell sehr emotional auf die Worte und Tonlagen von Menschen reagiert.

Der Weg zu sich selbst ist manchmal der schwerste.

Die zu tiefst müde ist, weil sie nicht ihre wahre Natur lebt. Manchmal braucht es eben einen langen Prozess, um zu erkennen – wer man wirklich ist. Doch es lohnt sich auf jeden Fall sich selbst zu entdecken.

Wer bist du in deinem Inneren – wer bist wirklich Du? Lass es mich gern wissen. Viele Grüße Dagmar

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Wie ich Gott fand

Ich möchte mit dir heute etwas sehr Privates teilen. Diese Depression, so deutete ich ja bereits in einigen der letzten Blogs an, ist anders als die vorherigen Erkrankungen.

Dieses Mal ist es für mich selbst auch eine spirituelle Reise – eine Reise zu mir selbst. Mein Leben hat sich in den letzten zwei Jahren komplett auf den Kopf gestellt.

So war es in der Depression vor zwei Jahren auf meine Frage: Was denn mein Leben noch lebenswert macht? Eine Antwort: Die Berührung und der Austausch einer Tantra Massage.

Für mich, der ich zu diesem Zeitpunkt ein Mensch war, der sich sehr im Kopf befindet, war diese Tantra Massage bei diesem Tantra Masseur – wie ein spirituelles Erwachen und wie ein Fingerzeig.

Es fühlte sich einfach so wunderbar an, dieses Ritual – bei dem der Mann, die männliche Gottheit und auch sich selbst repräsentiert und ich – in diesem Fall, die weibliche Gottheit und auch sich selbst.

Eine Erfahrung des Loslassens und Wünschen, des Alles kann nichts Muss, einfach des Seins im Augenblick, das tiefe Spüren der Energien – und des im Moment -Verbunden – Seins mit allem. Hier stand nicht der sexuelle Akt im Vordergrund, sondern einfach nur das Fühlen, das Wünschen.

Als Frau, war ich das gar nicht gewöhnt – diese Verehrung, dieses Wünsche äußern, ohne auf den Partner Rücksicht zu nehmen. Diese Erfahrung hat mich stark verändert. Es war ein Gefühl von nach Hause kommen, von Gleichberechtigung und von Befreiung und Göttlichkeit in diesem Moment.

Seitdem zieht es mich zum Tantra hin und der Wunsch mehr zu erleben und in diesem Sein aufzugehen. Es ist nicht das typische Bild, das wir in der Glaubenslehre von Gott haben, doch es fühlt sich richtig an. So wie Schwarz und Weiss sich ergänzen, so existieren weibliche und männliche Energien gleichermaßen und ergeben ein Ganzes. Alles ist mit allem.

Das war meine erste wirkliche Berührung mit dem Göttlichen. Was ich nicht wusste, dass noch weitere ganz andere Erfahrungen folgen würden. Doch dazu mehr in einem anderem Blog.

Viele Grüße Dagmar