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Gastautor: Gedankenkarussell

Ich liege inzwischen schon wieder fast 2 Monate im Krankenhaus.

Meine Mama hat für uns Kinder mal eine Zusatzversicherung abgeschlossen, mit der wir bei stationärem Aufenthalt als Privatpatienten gelten.

Dadurch steht mir ein Einzelzimmer zu.

Das ist einerseits schön, weil man seine Ruhe hat, andererseits entsteht einem dafür so viel Zeit zu grübeln. Und das kann dich echt runterziehen.

Man versucht positiv zu sein, sich auf schöne Sachen zu konzentrieren und Pläne für die Zeit danach zu schmieden.

Doch dann kommt da der „Quark“ im Kopf und meldet sich zu Wort.

„Quark“ ist echt gut darin dir Sachen zu vermiesen oder gar zu versauen.

Gedankenkarussel und Quark im Kopf

Das sind dann die Situationen, in denen ich mich in mein dunkles Loch verkrieche, weil ICH niemanden runterziehen und deprimieren will.

Es ist ein verdammter Teufelskreis, weil ich in solchen Situationen einfach wahnsinnig gerne einfach nur reden würde…

Aber da haben wir wieder den Punkt mit um Hilfe bitten und diese annehmen.

Claudia

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Das Geschenk einer Depression

Eine Depression enthält nicht nur die dunkle Seite. Wenn man genau hinschaut,birgt dieser Zustand auch ein Geschenk. Dafür braucht es aber Zeit und Mut genau hinzuschauen. Dieser Prozess ist für mich schmerzhaft. Es bedarf den genauen Hinschauens und des Mutes loszulassen.

Das Geschenk der Erkenntnis

Du fragst, was ich entdecke? Mich. Ich entdecke mein Inneres, was mich ausmacht – dass ich mich verstehe. Erkenne das meine Depression ein Wandlung ist – zu mir. Erkenne meine Stärken, meine Schwächen – mein Licht und meine Schatten. Akzeptiere diese Seiten und bin gnadenlos ehrlich zu mir selbst. Ich habe keine Lust mehr mich zu verstellen, zu verstecken – ich bin wie ich bin.

Wie oft habe ich in meinem Leben Rollen gespielt, die ich meinte spielen zu müssen – die mich belasten, die ich nicht wirklich bin, um anderen einen Gefallen zu tun oder eine bestimmte Vorstellung zu erfüllen.

Deine wahren Talente entdecken

Doch das war nicht ich – nicht das wirkliche Dagmar Ich. Die Depression schenkt mir die Gnade mich zu erkennen. Was ich dort sehe? Nun das kommt auf den Blickwinkel an. Es kann eine depressive 46 jährige Buchhalterin aus dem Havelland sein oder aber eine begeisterte Fotografin, die gern Menschen trifft und zuhört, Geschichten erzählt, kreativ ist, bastelt, neue Sachen ausprobiert, einen schwarzen Humor hat, gemeinsam schweigen kann, Berührungen und Tantra liebt, anfallende Probleme löst, die gern lustige Figuren malt, die gern unterwegs umher streift nach neuen Fotomotiven, die Ideen und Träume hat oder noch Begabungen, die erst jetzt an die Oberfläche kommen.

Wandlung zum Schmetterling

Eine Frau die eine sexy Stimme hat und Männer um den Verstand bringen kann. Eine Seele, die Schwingungen, Gefühle und Gedanken bei Menschen wahrnehmen kann, da sie hochsensibel ist. Der genau deswegen manches zu viel wird und schnell sehr emotional auf die Worte und Tonlagen von Menschen reagiert.

Der Weg zu sich selbst ist manchmal der schwerste.

Die zu tiefst müde ist, weil sie nicht ihre wahre Natur lebt. Manchmal braucht es eben einen langen Prozess, um zu erkennen – wer man wirklich ist. Doch es lohnt sich auf jeden Fall sich selbst zu entdecken.

Wer bist du in deinem Inneren – wer bist wirklich Du? Lass es mich gern wissen. Viele Grüße Dagmar