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Gastblog „Schockdiagnose“

2018 fing alles an. Ich hatte diesen Husten, den ich einfach nicht losgeworden bin.

Schockdiagnose

Eine Kollegin hat damals darauf bestanden, dass ich zum Arzt gehe.

Meine Hausärztin hat mich damals gründlich untersucht, erster Verdacht: vielleicht Keuchhusten

Sie hat dann noch ein Ultraschall der Lunge gemacht. Da hat sie zwar was gesehen, aber nicht genau was.

Überweisung mit Termin zum Lungen-CT 1 Tag später.

Als ich dann am Freitag wegen Befundbesprechung bei ihr in der Praxis war, hat sich auf einmal alles überschlagen:

Da hieß es plötzlich was von Lungenembolie und ich solle auf jeden Fall ins Krankenhaus.

Ich glaube ich hab bei einem Telefonat noch nie so geheult wie damals.

Was ab da passiert ist, kann ich beim besten Willen nicht sagen.

Ich weiß nur noch, dass mein Vater abends gegen 19 Uhr im Krankenhaus aufschlug. Offensichtlich hatte er alles stehen und liegen gelassen und die 2stündige Fahrt zu mir auf sich genommen.

Ab meiner Aufnahme war dann ständig irgendwas und ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern.

Dunkel erinnere ich mich an eine Aussage:

„Darmkrebs, mit Metastasen in Leber und Lunge.“

Sonst war ich wie in Trance und alles lief an mir vorbei.

Solche Situationen häufen sich mit der Zeit natürlich. Ich weiß viele Dinge einfach nicht (mehr) auch wenn ich dabei war. Claudia

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Gastblog „The brain here“

Hallo, liebe Leser,

da ich ab jetzt, mit Daggis Erlaubnis, gelegentlich mal was von mir geben darf, sollte ich mich mal vorstellen.

Wer bin ich denn überhaupt?

So, damit ihr schon mal ein Gesicht habt. Weitere Informationen folgen:

Ich heiße Claudia, meist Cee genannt, bin noch 37 und habe Krebs.

Zusätzlicch zum Krebs, der mir mein Leben zerstört hat, das ich mir mühevoll aufgebaut habe, bin ich auch noch ein „Beuteltier“.

Ich habe, zu dem Krebs, auch noch einen künstlichen Darmausgang, den ich liebevoll „Pupsi“ nenne.

Seit der Diagnose meiner Krankheit habe ich Geschichten erlebt, die ihres Gleichen suchen. Ich habe Depressionen und manchmal geht es mir nicht gut. Ich versuche mein Leben in den Griff zu bekommen und mache manchmal Fehler dabei. Dies ist meine Geschichte.

Ich habe nie meinen Humor verloren, auch, wenn ich ihn manchmal nicht sofort wieder finde. Eigentlich war mein Plan mich in eine Gesellschaft zu integrieren, die ich nie verstanden habe und die auch mich nicht verstand. 

Meine Krankheit brachte mich auf ein ganz anderes Level, das mich manchmal von anderen abhebt und mich manchmal runter zieht.

Manchmal möchte ich einfach nur aufgeben, aber dann gibt es immer jemanden, der mir wieder die Hand zum weiter machen entgegen streckt.

Und ehrlich? Ich will die Hand nicht immer greifen. Ich lasse es auch manchmal einfach sein. Trotzdem gibt es Menschen, die an mich glauben. Und mich brauchen. Verrückt, oder? Wenn ich mich noch nicht einmal selber ertragen kann. Aber es ist, wie es ist. Und so mache ich weiter. Jeden Tag. Jeden Tag fange ich neu an, erkenne mich selbst, erschaffe mich neu oder bleibe einfach liegen. So ist das halt.

Was gibt es von mir zu erwarten?

Ich werde mich sicher ab und zu mal einfach auskotzen, weil ich mir alles von der Seele schreiben muss

Küchenexperimente (wenn ich wieder fit genug bin), ich koche nämlich gerne

Vielleicht mal Fotos

Dummzeuchs, ich bin oft eine Quelle für Blödsinn und, teilweise ungeplante, Komik. Viele Grüße Claudia