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Daggi´s Blog The Brain

Gastautor: Das Leben ist manchmal ehrlich eine Mistmatz!

In den letzten 3 Jahren, hat mir mein Leben so manchen Scheiß vor die Füße geworfen oder um die Ohren gehauen.

Ich versuche mein Bestes, um damit fertig zu werden und es zu ertragen.

Ich hatte mich sogar schon langsam damit abgefunden, dass ich nie eine Beziehung erleben werde, da Männer mich einfach nicht mögen.

Was durfte ich mir da nicht schon alles anhören:

„Du bist ein super Kumpel, aber sowas wie dich könnte ich nie mit nach Hause bringen.“

„ICH? Jemanden wie DICH? Da mach ich mich doch zum Gespött der Leute.“

Und dann, auf einmal, treff ich in der Psychiatrie auf jemanden, der sich offensichtlich wirklich für mich interessiert, mit mir reden und mich kennenlernen möchte.

Und dann geht dieser Mann zum Ende des Monats zurück nach Großbritannien.

Mein Leben ist momentan echt ein totales Arschloch!

Claudia

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Gastautor: Hin- und hergerissen

Es mag durchaus sein, dass ich auf mein Umfeld wie ein gefestigter, erwachsener Mensch wirke.

Aber da lebt auch noch dieses kleine Kind in mir, das, in den verschiedensten Varianten an den Tag tritt.

Einerseits kindisch, vorlaut, aufgedreht und sehr heiter.

Doch in den letzten 3 Jahren ist es leider viel öfter das total verängstigte und überforderte Kleinkind.

Da kann ich dann nicht anders als einfach nur heulen.

Da würde ich am liebsten einfach nur in den Arm genommen werden, und gesagt bekommen, dass Alles wieder gut wird.

Ich wende mich da allerdings nicht an Leute, weil ich keinem eine Last sein will und was Gutes zu erzählen hab ich in diesen Fällen ja auch nicht.

Wozu also jemandem seine kostbare Zeit stehlen nur um ihm die Ohren voll zu heulen und zu jammern?

Eine andere Alternative wäre mich mitten in den Haufen meiner Kuscheltiere buddeln. Ja, Kuscheltiere sind mir sehr wichtig und irgendwann präsentiere ich die hier.

Ich weiß, mit fast 38 ist man eigentlich schon zu alt für Kuscheltiere, aber mir ist das total egal.

Ich liebe jedes einzelne von ihnen und freue mich immer über Neuzugänge.

Ein wichtiger Punkt auf meiner To Do Liste ist die Anschaffung und Montage von Wandregalen, damit ich sie aufstellen kann.

Vermutlich werde ich dabei aber auch ausmisten und mich von einigen trennen.

Claudia

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Gastautor: Gedankenkarussell

Ich liege inzwischen schon wieder fast 2 Monate im Krankenhaus.

Meine Mama hat für uns Kinder mal eine Zusatzversicherung abgeschlossen, mit der wir bei stationärem Aufenthalt als Privatpatienten gelten.

Dadurch steht mir ein Einzelzimmer zu.

Das ist einerseits schön, weil man seine Ruhe hat, andererseits entsteht einem dafür so viel Zeit zu grübeln. Und das kann dich echt runterziehen.

Man versucht positiv zu sein, sich auf schöne Sachen zu konzentrieren und Pläne für die Zeit danach zu schmieden.

Doch dann kommt da der „Quark“ im Kopf und meldet sich zu Wort.

„Quark“ ist echt gut darin dir Sachen zu vermiesen oder gar zu versauen.

Gedankenkarussel und Quark im Kopf

Das sind dann die Situationen, in denen ich mich in mein dunkles Loch verkrieche, weil ICH niemanden runterziehen und deprimieren will.

Es ist ein verdammter Teufelskreis, weil ich in solchen Situationen einfach wahnsinnig gerne einfach nur reden würde…

Aber da haben wir wieder den Punkt mit um Hilfe bitten und diese annehmen.

Claudia

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Gastautor: Wahnsinn, dein Name ist Bettenroulette

Nachdem ich in der onkologischen Tagesklinik irgendwann meine Maske, dass alles gut sei, nicht mehr erhalten konnte und einen totalen Nervenzusammenbruch hingelegt habe, hielt man es dort für besser, mich in die Psychiatrie einzuweisen.

Es war ein Kulturschock!

Geschlossene Abteilung. Das bedeutet jedes Fenster ist gesichert, gefährliche Gegenstände werden dir abgenommen und von der Station kommst du nur, wenn dir das Personal die Tür öffnet.

Anfangs darfst du ohne Begleitung nicht mal ins Treppenhaus!

Mit der Zeit gewöhnt man sich dran.

Dann ist da aber noch ein Faktor, der zu berücksichtigen ist: Zimmernachbarinnen

In 2 oder 3 Wochen hatte ich es auf 5 verschiedene Zimmernachbarinnen gebracht.

Natürlich hab ich mir die Schuld gegeben und es als „Ich bin eben so unerträglich, dass es keiner mit mir aushält“ abgehakt.

Dann war da plötzlich Frischfleisch.

Grimassen schneiden kann ich prima

Mein erster Gedankengang: „Die zieht ne Fresse, da wird ja die Milch sauer. Na Mahlzeit.“

Ich beschloss, erst mal schweigend zu beobachten, bis ich sie „einnorden“ konnte.

Es war schwierig für mich zu erkennen, ob sie Komplimente ernst meint, oder mich nur verarschen will.

Das ist eines meiner größten Probleme.

Die anderen wären: auf Andere zugehen, um Hilfe zu bitten, mich nicht immer als lästigen Störfaktor zu sehen, Gespräche beginnen, etwas für mich zu fordern, Aufmerksamkeit zu bekommen.

Liebe und Aufmerksamkeit anzunehmen ist schwer, wenn man das nicht gewöhnt ist.

Ich möchte ungern jemandem unnötige Arbeit zu machen.

Also wurde erst mal still beobachtet.

Wie sehr ich mich mit meiner Einschätzung von Dagmar getäuscht hatte, sollte ich noch früh genug merken.

Claudia

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Gastblog: Der Schreck „Chemotherapie“

Ich denke jeder von uns hat ein Bild im Kopf, wenn er das Wort „Chemotherapie“ hört.

Den meisten wird es da ähnlich gehen, wie mir früher:

Man denkt an abgemagerte, müde aussehende Leute, die kahlköpfig sind und denen es richtig dreckig geht.

Als ich zu meiner ersten „Sitzung“ in die onkologische Tagesklinik des Klinikums Rechts der Isar kam, hatte ich Angst.

Gefühl von Angst

Ich war ein zitterndes, heulendes Häufchen Elend.

Die Mitarbeiter dort, muss ich wirklich loben. Sie sind sehr einfühlsam und, weil damals kein hohes Patientenaufkommen war, hatten sie etwas mehr Zeit zur Verfügung.

Ich werde nie vergessen, wie Bernd, einer der Pfleger dort, dieses Mehr an Zeit genutzt hat, um sich zu mir zu setzen, meine Hand zu halten und einfach nur für mich da zu sein.

Einfach für mich da sein.

Seit damals sind Bernd und ich per du. Wir witzeln immer rum, hauen uns gern gegenseitig in die Pfanne und er nennt mich nur allzu gerne „Strickliesl“.

Bis auf die anfängliche Angst, verläuft meine Therapie auch sehr gut.

Bei diesen Sitzungen wartet man eigentlich nur ab, dass die Infusion in deinen Körper läuft.

Ich habe meine Haare nicht verloren, ich musste nicht ständig kotzen.

Ok, bei Kälte werden mir Finger und Zehen taub, ich kann nur mit Handschuhen ins Tiefkühlfach fassen. Gibt beim Einkaufen gern mal komische Blicke, is mir aber total egal.

Claudia

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Gastblog „Schockdiagnose“

2018 fing alles an. Ich hatte diesen Husten, den ich einfach nicht losgeworden bin.

Schockdiagnose

Eine Kollegin hat damals darauf bestanden, dass ich zum Arzt gehe.

Meine Hausärztin hat mich damals gründlich untersucht, erster Verdacht: vielleicht Keuchhusten

Sie hat dann noch ein Ultraschall der Lunge gemacht. Da hat sie zwar was gesehen, aber nicht genau was.

Überweisung mit Termin zum Lungen-CT 1 Tag später.

Als ich dann am Freitag wegen Befundbesprechung bei ihr in der Praxis war, hat sich auf einmal alles überschlagen:

Da hieß es plötzlich was von Lungenembolie und ich solle auf jeden Fall ins Krankenhaus.

Ich glaube ich hab bei einem Telefonat noch nie so geheult wie damals.

Was ab da passiert ist, kann ich beim besten Willen nicht sagen.

Ich weiß nur noch, dass mein Vater abends gegen 19 Uhr im Krankenhaus aufschlug. Offensichtlich hatte er alles stehen und liegen gelassen und die 2stündige Fahrt zu mir auf sich genommen.

Ab meiner Aufnahme war dann ständig irgendwas und ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern.

Dunkel erinnere ich mich an eine Aussage:

„Darmkrebs, mit Metastasen in Leber und Lunge.“

Sonst war ich wie in Trance und alles lief an mir vorbei.

Solche Situationen häufen sich mit der Zeit natürlich. Ich weiß viele Dinge einfach nicht (mehr) auch wenn ich dabei war. Claudia

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Gastblog „The brain here“

Hallo, liebe Leser,

da ich ab jetzt, mit Daggis Erlaubnis, gelegentlich mal was von mir geben darf, sollte ich mich mal vorstellen.

Wer bin ich denn überhaupt?

So, damit ihr schon mal ein Gesicht habt. Weitere Informationen folgen:

Ich heiße Claudia, meist Cee genannt, bin noch 37 und habe Krebs.

Zusätzlicch zum Krebs, der mir mein Leben zerstört hat, das ich mir mühevoll aufgebaut habe, bin ich auch noch ein „Beuteltier“.

Ich habe, zu dem Krebs, auch noch einen künstlichen Darmausgang, den ich liebevoll „Pupsi“ nenne.

Seit der Diagnose meiner Krankheit habe ich Geschichten erlebt, die ihres Gleichen suchen. Ich habe Depressionen und manchmal geht es mir nicht gut. Ich versuche mein Leben in den Griff zu bekommen und mache manchmal Fehler dabei. Dies ist meine Geschichte.

Ich habe nie meinen Humor verloren, auch, wenn ich ihn manchmal nicht sofort wieder finde. Eigentlich war mein Plan mich in eine Gesellschaft zu integrieren, die ich nie verstanden habe und die auch mich nicht verstand. 

Meine Krankheit brachte mich auf ein ganz anderes Level, das mich manchmal von anderen abhebt und mich manchmal runter zieht.

Manchmal möchte ich einfach nur aufgeben, aber dann gibt es immer jemanden, der mir wieder die Hand zum weiter machen entgegen streckt.

Und ehrlich? Ich will die Hand nicht immer greifen. Ich lasse es auch manchmal einfach sein. Trotzdem gibt es Menschen, die an mich glauben. Und mich brauchen. Verrückt, oder? Wenn ich mich noch nicht einmal selber ertragen kann. Aber es ist, wie es ist. Und so mache ich weiter. Jeden Tag. Jeden Tag fange ich neu an, erkenne mich selbst, erschaffe mich neu oder bleibe einfach liegen. So ist das halt.

Was gibt es von mir zu erwarten?

Ich werde mich sicher ab und zu mal einfach auskotzen, weil ich mir alles von der Seele schreiben muss

Küchenexperimente (wenn ich wieder fit genug bin), ich koche nämlich gerne

Vielleicht mal Fotos

Dummzeuchs, ich bin oft eine Quelle für Blödsinn und, teilweise ungeplante, Komik. Viele Grüße Claudia